BWÜ JgB S „Erzherzog Rainer“

Mjr Matschl mit der Führung des Bataillons betraut

Nach dem Ableben von Hptm Gernot Schreyer, der das Bataillon als langjähriger Kommandant formte, wurde sein bisheriger Stellvertreter und Leiter der Stabsarbeit, Major Markus Matschl, mit der Führung des Bataillons betraut. Und er führte das Bataillon hervorragend durch die Übung.

Wir gratulieren Herrn Mjr Matschl zu seiner neuen Aufgabe, die sicher eine fordernde und zeitintensive, aber auch spannende und lohnende sein wird. – Wir wünschen ihm dazu viel Soldatenglück!

Mjr Markus Matschl

Mjr Markus Matschl, der neue Bataillonskommandant

Jägerbataillon Salzburg sichert „grüne“ Grenze

Das Szenario könnte jederzeit Realität werden: Unruhen und Kämpfe in einem fiktiven Staat führen zu einer Flüchtlingswelle. Unter die Hilfe suchenden Zivilisten mischen sich auch Schlepper, Kriminelle und potenzielle Terroristen. Das Jägerbataillon Salzburg „Erzherzog Rainer“ (JgB S) hielt vom 15. bis zum 24. November seine mittlerweile sechste Bataillonsübung ab. Nach Einsätzen im Mitter- und Oberpinzgau und im Tiroler Inntal fand die Übung dieses Mal vor allem auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen statt. Laut Übungsannahme war Österreich mit einer Flüchtlingswelle aus dem Norden konfrontiert. Weil die Exekutive laut Szenario die Straßen-Grenzübergänge gesperrt hatte, versuchten die Flüchtlinge über die „grüne“ Grenze am Römersattel nach Österreich einzureisen.

Das JgB S erhielt den Auftrag, die fiktive Staatsgrenze überwachen und eine Grenzkontrolle in Form eines Checkpoints aufzubauen, wobei zum ersten Mal ein mobiler Checkpoint-Satz zum Einsatz kam: Sperrgitter, Stacheldraht, Sandsäcke, Beleuchtung, Stromaggregat und Verkehrsleitkegel wurden kompakt in einem Container angeliefert, was den Aufbau und Betrieb des Checkpoints wesentlich erleichterte.

Zudem befand sich im Bataillonsbereich auch ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar (AZR) der militärischen Luftraumüberwachung (LRÜ)als Schutzobjekt – die Zusammenarbeit zwischen der LRÜ und einem Jägerbataillon wurde in dieser Form zum ersten Mal geübt. „Dabei hat sich gezeigt, wie umfangreich die Absprache zwischen dem Kommandanten des AZR und der eingesetzten Jägerkompanie sein musste, damit einerseits der Betrieb des Radars ungestört weitergehen konnte, andererseits aber auch die Sicherheit von Gerät und Bedienpersonal sichergestellt werden konnte“, erklärt der Kommandant des JgB S, Major Markus Matschl.

Neben der taktischen Übung konnten die eingezogenen Milizsoldaten auch ihre Grundschießfertigkeiten auffrischen. Neu in der Ausbildung war das Thema Kampfmittelabwehr aller Truppen: Das Erkennen und Melden von IED (Improvised Explosive Devices – selbstgebaute Bomben und Sprengfallen) – sprich: Terrorabwehr –  betrifft mittlerweile alle Soldaten. Als Ausbilder konnte das Jägerbataillon 8 (JgB 8) als neuer mobverantwortlicher Verband für das JgB S hier einen Unteroffizier zur Verfügung stehen, der im Auslandseinsatz in Afghanistan praktische Erfahrung gesammelt hatte.

Major Matschl zog am Ende der Übung eine positive Bilanz: „Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass wir Milizsoldaten voll einsatzfähig sind.“ Besonders hob der „Rainer“-Kommandant die gute Zusammenarbeit mit dem JgB 8 hervor: „Das ist ein Musterbeispiel dafür, wie das Zusammenspiel zwischen präsenten Verbänden und Milizeinheiten funktionieren kann.“

Der Bataillonskommandant, Mjr Matschl, mit seinem S 3, Mjr Sommer.

Der Militärkommandant, Herr Bgdr Waldner, spricht zum Bataillon.

Soldaten des Aufklärungszuges der Stabskompanie

Der Fahnentrupp mit der Rainerfahne.

Gedenken an Hptm Gernot Schreyer

Im Rahmen der Übung fand auch ein Gedenkakt an dem Hptm Gernot Schreyer statt, zu dem das gesamte Bataillon antrat und an dem auch die Angehörigen teilnahmen. Den geistlichen Teil des Gedenkaktes leitete Militärpfarrer Weyringer.

Hptm Schreyer wurde auf der traditionsreichen Rainerfahne verewigt, seine Gattin schlug bei der Gedenkfeier die Nägel für das Namensschild in die Fahnenstange.

Das Bataillon ist zur Gedenkfeier für Hptm Schreyer angetreten.

Hptm Schreyer ist auf der Rainerfahne verewigt.

Photos: Vzlt Herbert TRATTNER