Festschrift – Grußworte

 

Burgstaller

Mag. Gabriele Burgstaller

Sehr geehrte Herren,

Ich möchte der Offiziersgesellschaft Salzburg zu ihrem 50jährigen Jubiläum in meinem und im Namen der Salzburger Landesregierung gratulieren. Was kann einen Offizier in einer demokratischen Friedensgesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts auszeichnen? Das ist vor allem einmal die – weit über das normale Maß hinausgehende – freiwillige Selbstverpflichtung unserer Gemeinschaft gegenüber. Das ist – was Ihre Funktion angeht – die Zugehörigkeit zur Führungsebene der bewaffneten Streitkräfte unserer Republik. Einer Armee, die wohl zu kaum einem Zeitpunkt eine so breite Anerkennung in der Bevölkerung genossen hat wie heute. Obwohl sich das Aufgabenfeld unserer Armee im vereinten Europa drastisch ändert, werden wir auch in Zukunft auf eines nicht verzichten können und wollen: Auf das unbedingte Engagement von Menschen wie Ihnen, sei es als aktive Offiziere in unserer Armee, sei es als Milizoffiziere in Ihrem zivilen Leben. Meine Botschaft zum Schluss: Als Angehörige der ältesten Offiziersgesellschaft der Republik können Sie stolz auf sich sein. Das Land Salzburg ist es jedenfalls.

Herzliche Grüße

Mag. Gabriele Burgstaller
Landeshauptfrau von Salzburg


General Mag. Ertl

General Mag. Roland Ertl,
Generalstabschef des österr. Bundesheeres

Der Zweck unserer Gesellschaft ist im Wesentlichen mit dem der Schweizerischen Offiziersgesellschaft ident, die seit mehr als 100 Jahren wesentlich zum Segen des eidgenössischen Wehrwesens beiträgt“, heißt es aus dem Protokoll der Vollversammlung der Offiziersgesellschaft Salzburg im Jahr 1958. Nach nunmehr 50 Jahren des Bestehens dieser Vereinigung freue ich mich als Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres, dass der in den Statuten festgelegt Zweck, „für die Selbstbehauptung Österreichs im Sinne der ULV zu arbeiten und den Willen zur Landesverteidigung zu festigen und zu fördern“, in vollem Umfang umgesetzt wurde.

Die Offiziersgesellschaft Salzburg ist in diesem halben Jahrhundert ein wesentliches Bindeglied zwischen dem Bundesheer und der Salzburger Bevölkerung geworden. Die stolze Anzahl von mehr als 700 Mitgliedern beweist den hohen Stellenwert, den sie seit ihrer Gründung am 21. Februar 1957 unter den Offizieren erworben hat. Als erste derartige Vereinigung war sie auch der Auslöser zur Gründung der übrigen Offiziersgesellschaften in Österreich.

War zuerst die Weiterbildung der Reserveoffiziere die vorrangige Aufgabenstellung, so liegt heute das Schwergewicht bei wehrpolitischen Aktivitäten, was durch zahlreiche Veranstaltungen unterstrichen wird. Dabei wird auch Repräsentanten des Bundesheeres in sehr großem Umfang die Möglichkeit gegeben, mit Vertretern anderer Institutionen Gedanken auszutauschen.

Das Österreichische Bundesheer steht derzeit im größten Reformprozess seit seiner Wiedereinführung im Jahr 1955. Die Zielsetzung ist es, schlanker, moderner und effizienter zu werden. Dies stellt für alle Angehörigen des Ressorts eine große Herausforderung dar. Neben der Aufrechterhaltung der Inlandsaufgaben wird die internationale Solidarleistung ein wesentlicher Bestandteil der neuen Aufgaben sein. Ein derart forderndes Projekt kann nur umgesetzt werden, wenn sie von allen Teilen der Bevölkerung getragen und unterstützt wird. Die Offiziersgesellschaft Salzburg ist durch ihre Aktivitäten ein Garant und wichtiger Träger dieser Unterstützung.

Es ist mir ein Anliegen, für die erbrachten Leistungen der Offiziersgesellschaft Salzburg meinen tiefen Respekt und meine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Bedanken möchte ich mich dabei auch bei den Repräsentanten der Offiziersgesellschaft Salzburg, insbesondere bei denen, die für die Führung die Verantwortung tragen. Hervorheben darf ich Herrn Landesamtsdirektor Olt HR Dr. Heinrich Christian Markhgott, der heuer 10 Jahre Präsident ist und somit selbst ein kleines Jubiläum feiert. Für die Zukunft wünsche ich alles Gute und ein weiteres gedeihliches Wirken.

General Roland Ertl,
Generalstabschef


 

Brigadier Berktold

Brigadier Karl Berktold,
Militärkommandant von Salzburg

Vor genau 50 Jahren war es die Offiziersgesellschaft Salzburg, die als erste Vereinigung dieser Art gegründet wurde. Dem in den Statuten festgelegten Vereinszweck gemäß ist die Salzburger Offiziersgesellschaft eine Vereinigung von kompetenten militärischen und zivilen Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, „welche für die umfassende Sicherheitspolitik und Landesverteidigung“ im Sinne der Umfassenden Landesverteidigung nach Art. 9a Bundes-Verfassungsgesetz eintritt. Besonderes Ziel ist dabei, den Willen und die Fähigkeit zur Landesverteidigung Österreichs zu festigen und zu fördern.

Unser schönes Österreich hat das große Glück, sich weltweit zu jenen Ländern zählen zu können, die den höchsten Lebensstandard aufweisen. Es ist dabei eine bekannte Tatsache, dass die militärischen Notwendigkeiten durch die staatliche Gesellschaft umso mehr „in den Hintergrund gedrängt werden“, umso besser es den einzelnen Bürgern geht. Es ist leider immer wieder ein tragisches Großereignis im Lande oder ein Konflikt im unmittelbaren Nachbarland „notwendig“, um den Stellenwert unseres Bundesheeres wieder anzuheben. Ein ähnlicher Zusammenhang ist auch fallweise in der Politik festzustellen, besonders dann, wenn Wahlen vor der Tür stehen und gezielte Politik auf dem Rücken und zu Lasten des Bundesheeres betrieben wird, wie wir es ja gerade sehr intensiv zu spüren bekommen. So gesehen kommt in diesem Zusammenhang der Offiziersgesellschaft eine ganz besondere und wichtige Rolle zu, nämlich immer wieder und unermüdlich auf die besondere Bedeutung und Notwendigkeit einer funktionierenden Landesverteidigung im Rahmen der nationalen und internationalen Sicherheitspolitik hinzuweisen.

Als Militärkommandant von Salzburg gratuliere ich der Offiziersgesellschaft Salzburg zum 50jährigen Bestehen, bedanke mich für die wichtigen und wertvollen Aktivitäten und hoffe, dass es der Interessensgemeinschaft gelingt, auch in Zukunft möglichst viele Persönlichkeiten aus Militär und öffentlichem Leben mit ins Boot zu holen. Die Unterstützung des Militärkommandos Salzburg ist dabei in vollem Umfang sichergestellt.

Brigadier Karl BERKTOLD,
Militärkommandant von Salzburg


eber

Brigadier Prof. Dr. Adolf F. Eber,
Präsident der österr. Offiziersgesellschaft

Die 50-Jahr-Feier zum Bestand der Offiziersgesellschaft Salzburg ist ein wichtiger Anlass, darauf hinzuweisen, dass gerade die Salzburger Landesorganisation den wehr- und sicherheitspolitischen Auftrag in besonderer Weise wahrgenommen hat.

Die OG Salzburg ist gemessen an der Einwohnerzahl des Landes die an Mitgliedern stärkste Organisation. Das hat neben wichtigen Kommanden und der wehrhaften Gesinnung auch mit dem exzellenten Management zu tun. Der langjährige Präsident, Oberst dG Peter Lovcik, war seit meiner Zeit ein persönlicher Freund, und ich habe miterlebt, mit welchem Engagement gearbeitet wurde. Die Langfristigkeit, mit der vor allem die Präsidenten Lovcik und Marckhgott das Salzburger OG-Schiff steuerten, war für Mitglieder, Politiker und den Verantwortlichen der Umfassenden Landesverteidigung ein verlässlicher Anker der Zusammenarbeit.

Österreichs Offiziere waren immer eine Elite. Sie sind das sicherheitspolitische Gewissen dieses Landes, aufgeschlossen für die Erfordernisse der Zeit, loyal, patriotisch, und vor allem pflichtbewusst.

Es ist mir als Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft eine große Ehre, den Salzburger Kameraden zum 50-Jahr-Jubiläum auf das herzlichste zu gratulieren und für die Zukunft die besten Wünsche zu übermitteln.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Prof. A. F. Eber, Brigadier aD,
Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft


–> Vorwort Präsident Offiziersgesellschaft Salzburg